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Hygiene ist Patientensicherheit

Ein Auszug aus der deutschen Gesundheitsversorgung
Im Mittelpunkt der deutschen Gesundheitsversorgung sollte besonders die Sicherheit der Patienten stehen. Die Krankenhaushygiene hat daran einen nicht geringen Anteil.

Um zahlreiche Vorschriften und Richtlinien umsetzen zu können, ist Kreativität und Innovation gefragt. Dafür verantwortlich ist ein Team aus Hygienespezialisten, welche regelmäßige Treffen mit den einzelnen Akteuren organisiert sowie eine Zusammenarbeit mit dem ansässigen Gesundheitsamt pflegt. Krankenhäuser mit mehr als 400 Betten müssen ebenfalls einen Hygienemediziner in ihrem Team vorweisen. Unterstützend gibt es zunehmend mehr elektronische Programme zur Erfassung von Infektionskrankheiten sowie nosokomialen Infektionen. Auch die verbrauchten Antibiotika müssen erfasst und bewertet werden, um die Prävention von Resistenzen weiter auszubauen.

Eine besondere Herausforderung für die Gesundheitseinrichtungen ist dabei die Existenz von multiresistenten Erregern, wie dem MRSA. Im Krankenhaus haben die Keime eine ganz besondere Chance ihre Resistenz auszubilden, da sie dort in häufigen Kontakt mit Antibiotika und Desinfektionsmitteln gelangen. Darüber hinaus liegen gerade im Krankenhaus geschwächte Menschen, deren Immunsystem diesen Keimen nicht mehr gewachsen ist.
Eine gut organisiertes Hygienemanagement ist daher zwingend vorauszusetzen, die Umsetzung der Gesetzesvorgaben ebenfalls. Dies ist grundlegend für eine hochwertige und konstante Qualität der Patientenversorgung.

Dennoch ist es ratsam sich auch als Patient wachsam zu verhalten, denn die Patientensicherheit steht auch für den Patienten selbst an erster Stelle. Hierzu gehört der aufmerksame Blick durch das Patientenzimmer.
Sind die Nachtschränkchen, Schränke und Schubladen ausgeräumt und sauber?
Wirken die Flächen sauber und werden täglich desinfiziert?
Wird gründlich geputzt, Müll und schmutziges Geschirr zeitnah entfernt?
Aber auch dem Behandlungsteam und weiterem Personal sollte man aufmerksam gegenüber treten und sich fragen:
Muss ich jedem die Hand schütteln?
Bei welcher Tätigkeit trägt die Person Handschuhe?
Wer desinfiziert sich wann die Hände?
Auffälligkeiten können dabei hinterfragt werden, bei drastischen Mängeln ist eine Rückmeldung an die zuständige Abteilung ratsam. Positive oder kritische Rückmeldungen können auch über die Fragebögen, welche viele Krankenhäuser austeilen, gemeldet werden.

Die Krankenhaushygiene ist für alle Akteure von enormer Bedeutung und sollte daher auch aufmerksam überprüft, betrachtet und praktiziert werden.

Christian Jager
Inhaber InnovaPrax
www.InnovaPrax.de
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Autor: Caroline Jager, Kontakt: C.Jager@InnovaPrax.de

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