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Profis der Branche - Interview mit Anja Linder

Profi der Branche - Anja Linder im GesprächHygiene ist für mich…. die wichtigste Basis in einem Lebensmittelverarbeitenden Betrieb. Es ist wie eine Lebensversicherung, die mir hilft, meinen Verantwortungsbereich organisatorisch und umsetzungsmäßig zu steuern.

Für welches Unternehmen arbeiten Sie und was sind dort Ihre Aufgaben?
Ich bin selbständig tätig und arbeite für die Gastronomie- und Veranstaltungsbranche, die sich mit dem Thema „grüne“ Veranstaltungskultur, Nachhaltigkeit/Bio und selbst auferlegten Qualitätsmerkmalen & Prozessen auseinandersetzen (wollen/müssen). Mir ist wichtig, das wir nicht nur den ökologischen und ökonomischen Gedanken betrachten, sondern auch die Sozialen Schwerpunkte beleuchten und wie man das ganze am Besten kommuniziert. Von Innen heraus sollte es nach Außen gelebt und erlebt werden.
Wie schaffe ich Bewusstsein für dieses Themenfeld bei Mitarbeitern, Vorgesetzten und auch Gästen, ohne das Sie auf Leistungen verzichten müssen? Ein spannendes Themenfeld, mit vielen Facetten und Möglichkeiten.

In welchem Bereich ist ihr Unternehmen tätig und welche Zielkunden werden angesprochen?
Ich entwickle für Unternehmen gastronomische Konzepte, setze Projekte um und organisiere Veranstaltungen und Prozesse mit dem Schwerpunkt – von der Landwirtschaft bis hin zum Teller des Gastes...bis zur Entsorgung. Die sogenannte alt bekannte Kreislaufwirtschaft. Sinnvoll, einfach, lebendig = anständig & respektvoll im Umgang mit Pflanzen, Tieren, Menschen und der Umwelt. Ich helfe und unterstütze die Individualgastronomie, Hotellerie- & Kongresszentren sowie die Gemeinschaftsverpflegung und Eventcatering, natürlich auch nachhaltige Agenturen, Netzwerke und interessierte Verbände & Organisationen.

Wie ist das Thema Hygiene bei Ihnen im Betrieb integriert? Wer kümmert sich darum?
Ich kümmere mich selbst um das Thema Hygiene und implementiere diese Schritte auch immer als Basis in die zu betreuenden Unternehmen. Es ist wichtig, sich individuell ein eigenes Eigenkontrollinstrument aufzubauen – es sozusagen als Planungstool zu verwenden und nicht als notwendiges „Übel“ für die Gesetzgebung zu sehen. Die kritische Auseinandersetzung hilft einem nicht nur in der Qualitätssteigerung sondern auch in der Kostenminimierung und besseren Zufriedenheit – sofern man den Sinn richtig erläutert.

Wie werden Sie bei der Optimierung der Betriebshygiene unterstützt? Was sind dort wesentliche Faktoren?
Ich arbeite kooperativ mit dem Unternehmen Quant - Qualitätssicherung in Fulda zusammen, denn ein externe Blick hilft, die Schwachstellen noch besser ausfindig zu machen und gemeinsam findet man einfach bessere Lösungswege als alleine.
Wenn man zu lange in seinem eigenen „Saft“ schmort, verliert man die Realität und deswegen ist es enorm wichtig, sich in diesem Bereich ständig fortzubilden und auch kommunikativ sich zu verbinden.

Können Sie dies an einem konkreten Beispiel verdeutlichen?
Ja, meist startet man in einem Unternehmen mit einem Ist-Zustand, der natürlich zum Ende seines Projektes einen gewissen Soll-Zustand erreicht haben soll. Ein externes Audit bestätigt nicht nur die Leistungen eines Teams oder  des Mitarbeiters sondern auch die Leistungen in der Maßnahmenumsetzung des jeweiligen Betriebes...
Nehmen wir doch einfach mal das Thema Rückverfolgbarkeit. Wie kann man in einfachen Schritten dieses Thema so in seinem Ablauf integrieren, dass man genau nachverfolgen kann, was , wann, wie von wem in die Rezeptur gekommen ist? Vor allem wenn man Veredlungsprozesse nutzt. Ein beliebtes Thema derzeit bei den bayerischen Behörden.
Oder auch die Dokumentationen von Temperaturen helfen mir ziemlich schnell aufzuzeigen, wo ich Maßnahmen ergreifen muss, wenn Sie nicht dem Soll-Zustand entsprechen....auch das ist ein Qualitätsmerkmal, die direkt am Lebensmittelprozess sich ausdrückt und somit auch den Gast beeinflussen kann.

Welchen Stellenwert hat eine gute Betriebshygiene für ihre Kunden und woran machen sie es Ihrer Meinung nach fest?
Der Stellenwert ist für mich sehr hoch, denn ohne die Kenntnis des hygienischen Umgangs mit Lebensmitteln schaffe ich auch keine Qualität und Frische zum Gast hin zu transportieren.
Man merkt es vom Wareneingang zum Verarbeitungsprozess bis hin zum Teller des Gastes und später auch bei der Entsorgung... – das Thema Lebensmittelverschwendung ist hier z.B. nur ein Teil von vielen, vielen Kleinigkeiten.
Und es sind eben die vielen Kleinigkeiten, die unsere Gäste spüren, wenn irgendetwas in unserem Betrieb nicht so läuft, wie es laufen soll.

Wie halten Sie sich und Ihre Mitarbeiter bezüglich aktueller Entwicklungen im Hygiene-Bereich auf dem neuesten Stand?
Durch unseren Kooperationspartner Quant in Fulda, durch Informationen im Internet, durch Symposien und Schulungen.

Wie hat sich ihr Betrieb zum Thema Hygieneampel / Verbraucherinformationsgesetz positioniert?
Wir zeigen Transparenz in Sachen unserer eigenen Hygienemaßnahmen und des Eigenkontrollkonzeptes. D.h. jeder Gast kann bei Bedarf in unsere Dokumentationsstruktur Einblick erhalten.

Wie bereiten Sie Ihren Betrieb und Ihre Mitarbeiter auf das Thema Hygieneampel / Verbraucherinformationsgesetz vor?
Monatliche Schulung der Betriebsleiter mit einzelnen Schwerpunktthemen die dann wieder die Multiplikatoren sind für Ihre Mitarbeiter. Ebenso unterstützen wir mit sogenannten Info-Newslettern per Mail.

Ich bin für Kundenanfragen erreichbar unter:
Adresse: Kissinger Str. 68b, 97727 Fuchsstadt
Webseite: www.anjalindner.com
Email: info@anjalindner.com
Telefon: 0171 3627256

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