Wasserlösliche Etiketten für Metzgereien: Kennzeichnung & Hygiene

Ein Klebefilm, der bleibt

Eine Kiste steht im Kühlraum, das alte Etikett wird abgezogen, und ein dünner Klebefilm bleibt zurück. Dieser Film sammelt beim nächsten Einsatz Fett und Eiweiß und lässt sich beim Reinigen nicht immer vollständig lösen. Bei mehreren Hundert Kisten pro Woche wird daraus ein wiederkehrender Posten in der Spülküche.

Drei Zustände, ein Etikett

Wasserlöslich heißt nicht, dass ein Etikett bei jedem Wasserkontakt verschwindet. Bei der Lagerung bleibt es fest haften, bei Kondenswasser im Kühlraum löst es sich nicht von selbst, erst im geeigneten Waschprozess mit fließendem, bewegtem Wasser löst es sich auf.

Kennzeichnung bleibt Pflicht, das Material nicht

Das Gesetz schreibt vor, welche Informationen auf einer Fleischcharge gekennzeichnet werden müssen, nicht aus welchem Material das Etikett besteht. Für interne Zwischenprodukte gilt eine allgemeine Rückverfolgbarkeitspflicht nach Art. 18 der Basis-Verordnung. In der Praxis werden interne Etiketten dafür meist mit Produktbezeichnung, Datum und Chargenreferenz versehen.

Der Unterschied zeigt sich beim Reinigen

Klassische Etiketten können beim Abziehen Kleberückstände hinterlassen, die zusätzlichen Reinigungsaufwand verursachen. Wasserlösliche Etiketten sind darauf ausgelegt, sich im Waschprozess mit aufzulösen, statt einen zusätzlichen Arbeitsschritt zu erzeugen.

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