Die unsichtbare Plage: Warum Bettwanzen wieder auf dem Vormarsch sind

Ein Problem ohne Ansehen der Person

Im Juni 2026 mussten auf einer Berliner Feuerwache rund 22 Einsatzkräfte wegen Bettwanzenbissen behandelt werden, bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres. Aktuell schloss eine Rehabilitationsklinik in Bukarest für vier Wochen eine ganze Station, um einen Befall vollständig zu beseitigen.

Solche Fälle zeigen: Bettwanzen sind kein Hygieneproblem, sondern ein reines Verschleppungsproblem. Sie werden passiv über Gepäck, Kleidung und Möbel eingetragen und treffen Fünf-Sterne-Hotels ebenso wie Krankenhäuser.

Berlin bleibt bundesweiter Hotspot

Nach dem aktuellen Schädlingsreport 2026 stammen 37 Prozent aller bundesweiten Bettwanzenmeldungen aus Berlin. Ursächlich sind hohe Bevölkerungsdichte, Reisetätigkeit und zunehmende Wohnraumverdichtung. Verschärft wird die Lage durch wachsende Resistenzen der Tiere gegen klassische Insektizide.

Früh erkennen, richtig handeln

Kotspuren, Häutungsreste und ein charakteristisches Stichbild sind die wichtigsten Warnsignale. Von Hausmitteln oder Supermarkt-Sprays raten Fachleute dringend ab, sie vertreiben die Tiere meist nur tiefer in unzugängliche Verstecke, statt sie zu beseitigen.

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