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Handdesinfektion wichtiger als Autopflege: So passen sich Unternehmen an die Corona-Krise an

Coronavirus MerkblattDie Firma Sonax aus Neuburg an der Donau setzt nun neue Prioritäten: Die bisherige Produktion von Frostschutz- und Reinigungsmitteln für Autos wurde aufgrund des milden Winters und der aktuellen Krise vorerst eingestellt. In die leeren Kanister der Firma sollen nun Hände-Desinfektionsmittel fließen.
Aufgrund der hohen Nachfrage und der immer leerer werdenden Regale produzieren die Mitarbeiter der Firma erst nur Desinfektionsmittel für den Eigenbedarf. Nun laufen die Produktionen auf Hochtouren. Das Unternehmen Hoffmann mit seinem Tochterunternehmen Sonax stellt mittlerweile zwischen 50 und 60 Tonnen Desinfektionsmittel pro Tag her. Laut Manfred Hoffmann ließ es sich relativ unbürokratisch regeln, dass er seit Anfang März Desinfektionsmittel statt Frostschutz vertreiben darf.

Durch ausreichend gute Kenntnisse im Umgang mit der chemischen Industrie hat die Firma einen sicheren Standpunkt. Seit 130 Jahren ist das Unternehmen im Abbau von Kieselerde in der Region tätig und stellt mit der Tochterfirma Autopflegeprodukte her. Die vorhandenen Anlagen kommen der Firma besonders jetzt zu gute. Geschäftsführer Hoffmann erklärt, dass die Produktpalette der umfangreich sei und an die Produktion flexibel umstellen könne.
Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass der vergangene Winter relativ mild verlief, weshalb man nur geringe Mengen an Ethanol verbrauchte und die Vorräte noch gut vorhanden sind. Genau dieses Ethanol wird nun für die Herstellung des Desinfektionsmittels gebraucht.

Eher problematisch sieht es mit den Vorräten an Plastikflaschen aus. Diese werden schließlich in unterschiedlichen Größen verlangt, beispielsweise große Kanister für Krankenhäuser und kleinere Flaschen für Normalverbraucher. Die Etiketten hierfür werden in der eigenen Druckerei der Firma hergestellt.

Abgesehen von der Notwendigkeit des Desinfektionsmittels ist dieses natürlich auch eine gute Einnahmequelle und sichert die Arbeitsplätze von rund 600 Arbeitskräften. Ein Liter Desinfektionsmittel kostet den Endverbraucher circa 20 Euro.

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