„Früher war jede Neueinstellung ein halber Arbeitstag" – Wie ein Hotel seine Hygieneschulungen digitalisiert hat

Hygieneschulungen gelten in vielen Betrieben als notwendiges Übel — einmal im Jahr, Heftordner abheften, Thema erledigt. Marie-Louise Hofmeister, Betriebsleiterin eines Hotels mit angeschlossenem Restaurantbetrieb, hat das lange genauso gehandhabt.
Bis eine routinemäßige Lebensmittelkontrolle alles verändert hat.
Der Kontrolleur wollte aktuelle Schulungsnachweise für drei neue Mitarbeiter sehen. Die Schulungen waren gemacht worden, aber die Unterlagen lagen verteilt an verschiedenen Stellen. Kein dramatischer Vorfall, keine Beanstandung.
Aber Hofmeister ist an diesem Tag nach Hause gefahren und hat sich vorgenommen: So möchte sie nicht noch einmal dastehen.

Internationales Team, acht Sprachen und Präsenzschulungen auf Deutsch

Ihr Betrieb beschäftigt rund 45 Mitarbeiter, ein Großteil mit internationaler Herkunft. Präsenzschulungen auf Deutsch haben funktioniert, auf einem Grundniveau. Ob wirklich alles verstanden wurde, war eine andere Frage. Wenn jemand nickt, weil er höflich ist und nicht weil er den Inhalt verstanden hat, ist das kein tragfähiges Fundament für Lebensmittelsicherheit.
Hinzu kam der organisatorische Aufwand: Jede Neueinstellung bedeutete einen Behördengang für die IfSG-Erstbelehrung, 2 bis 3 Stunden Ausfall pro Mitarbeiter, anschließende Einweisung, Dokumentation im Heftordner. Bei 15 bis 20 Neueinstellungen pro Jahr summiert sich das schnell auf mehrere Arbeitstage reinen Verwaltungsaufwand.

Der Wendepunkt: Schulungen als Qualitätsversprechen

Was die Umstellung auf digitale Schulungen für Hofmeister letztlich bedeutet hat, wird in einer Anekdote deutlich, die sie im Interview schildert. Ein neuer Mitarbeiter hatte eine Allergiekennzeichnung falsch interpretiert. Es ist nichts passiert, eine Kollegin hat den Fehler rechtzeitig bemerkt. Aber der Moment hat Hofmeisters Blick auf Schulungen grundlegend verändert: weg von der Pflichterfüllung, hin zum Qualitätsversprechen gegenüber Gästen und Mitarbeitern.
Heute läuft die IfSG-Erstbelehrung vollständig online, Schulungen sind in bis zu 14 Sprachen verfügbar, und jeder Kursabschluss erzeugt ein digitales Zertifikat, jederzeit abrufbar, bei Kontrollen sofort vorlegbar.

Was sich wirklich verändert hat

Schichtleiter müssen keine Grundlagen mehr erklären. Neue Mitarbeiter sind vom ersten Arbeitstag an korrekt eingeführt. Und Lebensmittelkontrollen sind für Hofmeister kein Schrecken mehr, weil sie weiß, was sie vorlegen kann.
Ihr persönliches Fazit bringt es auf den Punkt: Früher hat sie gehofft, dass alle Schulungen erledigt und dokumentiert sind. Heute weiß sie es.
Den vollständigen Erfahrungsbericht mit allen Fragen, Zahlen und dem kompletten Ablauf der Umstellung finden Sie auf hygiene-plus.de:

Zum vollständigen Erfahrungsbericht auf hygiene-plus.de

Kategorie: