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Erfolgen zu wenig Lebensmittelkontrollen in Deutschland? - Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk

Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk: Erfolgen zu wenig Lebensmittelkontrollen in Deutschland?Durch die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch wurde am 11.12.2019 berichtet, dass derzeit wohl etwa jede dritte vorgeschriebene Lebensmittelkontrolle in Deutschland aufgrund von Personalmangel in den Bundesländern, die für diese Kontrollen zuständig sind, ausfallen würde.
 
Wie immer schieben sich die Verantwortlichen gegenseitig die Schuld zu. So äußerte etwa die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner: „Es ist nicht hinnehmbar, dass die Länder den offenkundigen Personalmangel nicht abstellen. Wenn es um die Gesundheit der Menschen geht, darf nicht gespart werden! Wir als Bundesregierung haben hier eine klare Haltung, unsere Erwartung an die Länder habe ich bei unserem jüngsten Treffen um den Wilke-Skandal nochmals verdeutlicht und sie aufgefordert, alle beteiligten Behörden mit ausreichend Personal auszustatten. Hier geht es um die richtige Prioritätensetzung.“
 
Zuständig für die Lebensmittelkontrollen in Deutschland sind die Überwachungsbehörden in den Bundesländern, angesiedelt bei den jeweiligen Kommunen (Stadt- und Landkreise). Auf die Zuständigkeit der Bundesländer legen die Bundesländer auch sehr großen Wert.
 
Das heißt konkret: Für die personelle oder finanzielle Ausstattung und der Durchführung der amtlichen Lebensmittelüberwachung sind einzig die Kommunen / Länder verantwortlich.
 
Laut verschiedenen Stellungnahmen fehlen bundesweit etwa 1500 Kontrolleure.
 
Grundsätzlich gilt jedoch auch: Jeder, der Lebensmittel herstellt und vertreibt, ist für die Sicherheit seiner Produkte verantwortlich (Grundsatz der Eigenverantwortung der Wirtschaft). Mit betrieblichen Eigenkontrollen und Maßnahmen des Qualitätsmanagements muss der Unternehmer sicherstellen, dass seine Produkte den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Über Dokumentation und Kennzeichnung muss der Weg des Produkts nachvollziehbar sein – also beispielsweise woher die Rohstoffe stammen und wie das Produkt verarbeitet worden ist.

Tipp:
Nutzen Sie hier die Unterstützung der Profis des Hygiene-Netzwerks, zum Beispiel durch Hygienechecks in Ihren Betrieben, Probenahme und mikrobiologische Untersuchung Ihrer Produkte, Personalschulungen Ihrer Mitarbeiter, Erstellung von betriebsspezifischen HACCP-Konzepten…
 
Informationen zu den Lebensmittelkontrollen:
 
Im Jahr 2018 wurden deutschlandweit 504.730 Betriebe kontrolliert, das entspricht 41,6 Prozent aller registrierten Betriebe (1.213.980 Betriebe). In 63.820 Betrieben wurden Mängel beanstandet. Am häufigsten wurde gegen die Vorschriften der allgemeinen Betriebshygiene mit 49,7 Prozent aller Beanstandungen verstoßen, dahinter folgen Mängel im Hygienemanagement der Betriebe mit 23,5 Prozent.
 
Details zu den Ergebnissen der amtlichen Überwachung veröffentlicht das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit >>>
 

Ergänzend finden Sie hier noch die Borschüre „Lebensmittelsicherheit verstehen. Fakten und Hintergründe“ >>>

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Internet-Pranger

Derzeit verursachen 2 Plattformen in Kreisen der Gastronomie / Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung und jedem anderen Lebensmittelunternehmen großes Aufsehen. Zum einen handelt es sich hierbei um die staatliche Veröffentlichung von Hygieneverstößen durch die Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer, zum anderen um die Plattform der Nichtregierungsorganisation Foodwatch mit dem Namen „TopfSecret“.

Was ist hierbei der Unterschied und wie sollten Sie damit umgehen, wenn Sie hiervon betroffen sind?

Zunächst werden wir Ihnen den Unterschied der beiden Plattformen erklären und Ihnen Hinweise geben,

was hierbei für Sie zu beachten und evtl. auch vorbeugend zu tun ist.

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